Spezialsprechstunde «Problematisches Vorhofflimmern»

Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung, wobei die Herzvorhöfe (kleinen Kammern) nicht mehr regelmässig, sondern unregelmässig und unkoordiniert schlagen. Dies führt dazu, dass das Herz weniger Blut in den Kreislauf pumpen kann. Vorhofflimmern kann ernsthafte Beschwerden auslösen und sollte daher abgeklärt und behandelt werden. Diese Krankheit wird durch eine Art "elektrisches Gewitter" in der „Elektrischen Verkabelung“ im Herz verursacht. Die Pumpaktivitäten der Vorhöfe und der Herzkammern sind nicht mehr aufeinander abgestimmt – dadurch nimmt die Herzleistung ab, wie wenn beim Auto ein oder mehrere Zylinder ausfallen. Kurzfristig kann dieser Leistungsrückgang kompensiert werden, langfristig jedoch kann sich eine Herzmuskelschwäche entwickeln. Wenn dieser Zeitpunkt erreicht wird ist es oftmals zu spät für eine Erholung des Herzens.

Was ist Vorhofflimmern?

Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung, wobei die Herzvorhöfe (kleinen Kammern) nicht mehr regelmässig, sondern unregelmässig und unkoordiniert schlagen. Dies führt dazu, dass das Herz weniger Blut in den Kreislauf pumpen kann.

 

Normales EKG = Regelmässig

 

Vorhofflimmern = Absolute Arrhythmie (unregelmässig)

Das Elektrische "Chaos"

 

Vorhofflimmern kann ernsthafte Beschwerden auslösen und sollte daher abgeklärt und behandelt werden. Diese Krankheit wird durch eine Art "elektrisches Gewitter" in der „Elektrischen Verkabelung“ im Herz verursacht. Die Pumpaktivitäten der Vorhöfe und der Herzkammern sind nicht mehr aufeinander abgestimmt – dadurch nimmt die Herzleistung ab, wie wenn beim Auto ein oder mehrere Zylinder ausfallen. Kurzfristig kann dieser Leistungsrückgang kompensiert werden, langfristig jedoch kann sich eine Herzmuskelschwäche entwickeln. Wenn dieser Zeitpunkt erreicht wird ist es oftmals zu spät für eine Erholung des Herzens.

Folgen dieses Krankheitsbildes?

Grundsätzlich ist Vorhofflimmern welches neu auftritt ungefährlich. Vorhofflimmern ist aber eine progressive und potenziell auch gefährliche Erkrankung: Menschen mit Vorhofflimmern haben ein erhöhtes Sterberisiko, denn wegen des Vorhofflimmerns können sich im Herzen Gerinnsel bilden welche eine Hirnschlag verursachen können.

Welche Formen von Vorhofflimmern gibt es?

Über die Zeit im Verlauf der Erkrankung können verschiedene Formen von Vorhofflimmern auftreten. Beispielsweise kommt es wiederholt zu Episoden von paroxysmalem Vorhofflimmern welche spontan konvertieren und dazwischen zu Episoden von persistierendem Vorhofflimmern welche dann nicht mehr ohne Intervention weg gehen. Im Allgemeinen nimmt der Schweregrad des Vorhofflimmerns mit der Zeit zu: Bei einem Patienten mit Episoden von paroxysmalem Vorhofflimmern kann das Vorhofflimmern mit den Jahren an schweregrad zunehmen wenn nichts unternommen wird.

Behandlungsziele:

Im Allgemeinen gibt es drei Behandlungsziele, welche individuell kritisch diskutiert und angeboten werden sollten:

  1. Frequenzkontrolle: Es wird versucht zu verhindern, dass das Herz zu schnell schlägt. Somit werden die Symptome besser kontrolliert, jedoch kann die Herzleistung in diesem Zusammenhang nicht verbessert werden.
  2. Rhythmuskontrolle: Es wird versucht den normalen Herzrhythmus wiederherzustellen. Somit kann das Herz wieder die volle Leistung erbringen und die Symptome sind dann auch weg.
  3. Prävention des Hirnschlags: Mit Medikamenten wird das Blut verdünnt, so dass sich im Herzohr keine Blutgerinnsel bilden können; dadurch wird das Risiko für einen Hirnschlag gesenkt. Ebenfalls ist das Ausschalten des Herzohrs eine interessante therapieform bei Patienten die nicht für eine Antikoagulantion geeignet sind.

 

Therapie Optionen

Bei Vorhofflimmern können medikamentöse und Interventionelle Therapien eingesetzt werden. Welche Behandlungsform geeignet ist, muss bei jedem Patienten individuell entschieden werden. Dies Geschieht in der HerzKlinik Hirslanden im Interdisziplinären Team welche sich regelmässig zur Besprechung der komplexen Fällen trifft.


 

In diesem Gebiet besteht eine sehr enge Kollaboration mit dem Academic Medical Center (AMC) in Amsterdam (NL) (Dr. WJ van Boven (Chirurg) und Dr. J. de Groote (Elektrophysiologe)) welche ein führendes Akademisches Zentrum ist in der Interdisziplinären Behandlung von Patienten mit Vorhofflimmern.


 

Zusammen im „Heart-Team“ wird für jeden Patienten die beste Therapieoption besprochen und auch entschieden.

Mögliche Therapien

  1. Frequenzkontrolle
    Zur Kontrolle der Herzfrequenz gibt es verschiedene Medikamente, welche das Vorhofflimmern zwar oft kontrollieren, aber es nicht komplett eliminieren. Nach langjähriger Therapie ist es jedoch oftmals notwendig einen Herzschrittmacher zu implantieren und den Herzeigenen Schrittmacher mittels eines Katheters zu veröden.
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  3. Rhythmuskontrolle

    Die Regulierung des Herzrhythmus wird entweder durch Medikamente, durch eine Kardioversion oder einer Ablation erreicht.

     

    Die verwendeten Medikamente können den Herzrhythmus normalisieren und stabilisieren, so dass das Vorhofflimmern nicht mehr auftritt, jedoch können diese oftmals auch unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen und auch nicht gut vertragen werden.

     

    Die Kardioversion wird unter kontrollierten Bedingungen, d.h. in Narkose, durchgeführt. Hier wird ein Stromstoss abgegeben, welcher das Vorhofflimmern unterbricht und den normalen Herzrhythmus wiederherstellt.

     

    Die dritte Möglichkeit ist die Katheter Ablation, wo mittels eines Katheters dasjenige Gewebe zerstört, welches das Vorhofflimmern auslöst. Dieser Eingriff wird durch einen Elektrophysiologen im Katheterlabor durchgeführt. Oftmals ist es notwendig diesen Eingriff mehrmals zu wiederholen.

     

    Bei der elektrophysiologischen Untersuchung werden typischerweise drei weiche Elektrodenkatheter im Herz platziert.

    RA = rechtes Atrium (Vorhof)

    His = AV-Knoten-Region (am His-Bündel)

    RV = rechter Ventrikel (Hauptkammer)

     

    Schlussendlich kann bei Therapie refraktären Patienten auch auf ein endoskopisches Verfahren zurückgegriffen werden. Operiert wird mit speziellen Instrumenten und einer Minikamera, die durch kleine Hautschnitte an das Operationsfeld herangeführt werden. Diese Operationsverfahren werden deshalb auch als „Schlüssel-loch-chirurgie“ bezeichnet. Die Kamera überträgt die Operationsbilder aus dem Körperinneren auf einen Monitor, an dem sich die Chirurgen orientieren. Je drei kleine Hautschnitte auf der linken und der rechten Brustseite reichen für den Eingriff am schlagenden Herzen aus. Damit ist auch der belastende Einsatz der Herz-Lungen-Maschine nicht erforderlich.

     

    Durch diese drei Zugänge auf jeder Seite können sehr genau in HD Technik Chirurgen sich an der Anatomie orientieren und präzise die Ursachen vom Vorhofflimmern auf dem Herzen beseitigen. Zusätzlich wird das Herzohr mittels eines „Staplers“ entfernt was die Notwendigkeit einer Antokoagulation nach dem Eingriff aufhebt.

     

    Die neue Methode verbindet die hohe chirurgische Erfolgsquote von über 90 Prozent mit einem schonenden, minimalinvasiven Eingriff und stellt damit eine gute Alternative zur nicht unproblematischen Katheter-ablation dar.

     

  4. Antikoagulation (Blutverdünnung)

    Die Antikoagulation beugt der Bildung von Blutgerinnseln vor. Diese Blutgerinnsel, können wegen dem unregelmässigen Blutflusses auftreten, und führen im schlimmsten Fall zu einem Hirnschlag. Durch die Blutverdünnung wird dieses Risiko gesenkt, allerdings steigt auch die Gefahr für Blutungen an.

     

    Patienten, die Medikamente zur Blutverdünnung einnehmen, müssen die Gerinnungsfähigkeit des Blutes regelmässig vom Arzt kontrollieren lassen. Es ist auch wichtig, dass die Patienten Grundkenntnisse zur Antikoagulation haben, damit die Behandlung erfolgreich ist.

     

    Bei Patienten die sich nicht für eine Blutverdünnung eignen besteht seit neuem nun die Möglichkeit das linke Herzohr auszuschalten. Hier können sie den Beitrag Aus dem Puls vom 24.09.2007, SF1 sehen. Titel „Herz-OP gegen Hirnschlag? - Schlaganfall-Vorsorge mit einem Herzclip“

     

    Danach ist keine Blutverdünnung mehr notwendig. Dies geschieht in den meisten Fällen durch das Einführen eines Schirms in das linke Herzohr, somit ist dies nicht mehr durchblutet. Wenn der Schirm nicht geeignet ist, kann dies auch endoskopisch durch den Chirurgen durchgeführt werden.

Zusammenfassend

Jede der verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten, von der Antikoagulation über die Kardioversion bis zur Ablation, hat bei der Therapie des Vorhofflimmerns seinen Platz. Mit der geeigneten Behandlung soll verhindert werden, dass Patienten mit Vorhofflimmern ins Spital müssen oder sogar wegen dem Vorhofflimmern sterben. Für eine persönliche Beratung steht ihnen unser Team jederzeit vertraulich zur Verfügung.

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