Neue Kompetenz in der Gefässchirurgie

Mit Prof. Dr. med. Stefan Ockert und Dr. med. Jan Duwe arbeiten neu zwei ausgewiesene Spezialisten für Gefässchirurgie an der Hirslanden Klinik St. Anna. Damit deckt die Klinik neu das gesamte Spektrum der modernen Gefässmedizin ab, von der komplexen Chirurgie der Hauptschlagader über die Halsschlagaderchirurgie bis hin zur Krampfaderbehandlung.

Stefan Ockert und Jan Duwe praktizieren seit dem 1. Mai 2019 als Belegärzte der Klinik St. Anna. Zuvor im Luzerner Kantonsspital tätig, sind die beiden Ärzte auf sämtliche gefässchirurgischen Verfahren spezialisiert, von konventionell bis endovaskulär. Die Gefässchirurgie hat sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt: Dank minimalinvasiver Techniken werden auch schwere Eingriffe bei deutlich verkürzter Aufenthaltsdauer und einer spürbar geringeren Belastung für die Patienten durchgeführt, etwa die Operation des Aortenaneurysmas oder diffizile Eingriffe an Brust- und Halsschlagader.

«Wir freuen uns sehr, dass wir mit Stefan Ockert und Jan Duwe zwei ausgewiesene Spezialisten der modernen Gefässchirurgie für die Klinik St. Anna gewinnen konnten», sagt Klinikdirektor Martin Nufer. «Im Bereich der Gefässmedizin können wir unseren Patientinnen und Patienten damit das gesamte Leistungsspektrum rund um Erkrankungen der Blut- und Lymphbahnen anbieten, von der umfassenden Abklärung bis hin zur hoch spezialisierten Therapie.» Um die Patienten optimal zu betreuen, arbeiten Fachärztinnen und Fachärzte aus Radiologie, Angiologie, Neurologie und Gefässchirurgie eng zusammen. Komplexe Patientenfälle werden an «Gefäss-Boards» fachübergreifend besprochen, um gemeinsam optimale Lösungen zu finden. «Mit dieser interdisziplinären Vernetzung, die neu auch den Bereich komplexer Gefässchirurgie abdeckt, bieten wir der Zentralschweizer Bevölkerung eine erstklassige Versorgung in diesem wichtigen Bereich», so Martin Nufer.

Um den Ansprüchen der komplexen Gefässchirurgie gerecht zu werden, hat die Klinik St. Anna auch die Infrastruktur modernisiert: Neu steht den Operateuren ein durchleucht- und steuerbarer Operationstisch zur Verfügung. Zusammen mit einer modernen, motorisierten Bildgebungsanlage (so genannter C-Bogen) entsteht so im Operationssaal ein funktionelles Hybrid-Umfeld, wie es für die sichere, minimalinvasive und effiziente Durchführung dieser Art von Eingriffen notwendig ist.

In Deutschland ausgebildet, mit der Zentralschweiz vertraut

Prof. Dr. med. Stefan Ockert (51) ist Facharzt für Chirurgie und Gefässchirurgie. Seine Spezialisierung liegt im Bereich der komplexen Chirurgie der Hauptschlagader (Aorta) sowie der Hals- und Beinschlagader. Dazu gehören Operationen des Aortenaneurysmas sowie die Implantation von Stents und Prothesen. Ausgebildet an der Universität Heidelberg (D), mit zwischenzeitlicher Station am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, war Stefan Ockert zuletzt als Co-Chefarzt und stellvertretender Leiter der Gefässchirurgie am Luzerner Kantonsspital (LUKS) tätig.

Dr. med. Jan Duwe (49) ist Facharzt für Chirurgie und Gefässchirurgie. Er ist spezialisiert auf die Behandlung peripherer arterieller Erkrankungen (Bypasschirurgie) und die Zugangschirurgie bei Dialysepatienten. Zudem liegt sein Augenmerk auf der Therapie sämtlicher Venenerkrankungen, von der klassischen Krampfaderoperation über sämtliche minimalinvasiven Verödungsverfahren (Radiofrequenz, Laser, Sklerotherapie) bis hin zur Therapie von Rezidiven. Ausgebildet an der Charité der Humboldt-Universität in Berlin und Empfänger des renommierten Robert-Koch-Preises, ist Jan Duwe seit über 20 Jahren in der Schweiz tätig, zuletzt als Leitender Arzt in der Gefässchirurgie des LUKS.

Gemeinsam betreiben sie an der Lützelmattstrasse in Luzern die LUVAS Praxis für Gefässchirurgie.