Gallenblase

Die Gallenblase ist teilweise an der Leber angewachsen und hat die Aufgabe die Galleflüssigkeit, die in der Leber selbst produziert wird, zu speichern und bei Bedarf in grösserer Menge in den Zwölffingerdarm abzugeben. Die Galleflüssigkeit ist für die Verdauung von Fetten und für die Aufnahme bestimmter Vitamine wichtig. Dies funktioniert jedoch auch ohne Gallenblase.

Erkrankungen der Gallenblase sind zum einen die Entwicklung von Steinen, die oft krampfartige Schmerzen verursachen können und zum anderen die Ausbildung einer Entzündung, die mit Fieber, Schmerzen und selten auch einer Bauchfellentzündung (bei Gallenblasendurchbruch) einhergehen können. Seltener entwickeln sich manchmal bösartige Tumoren der Gallenblase, die eine Operation erforderlich machen.

Eingriffe an der Gallenblase

Die häufigste Operation an der Gallenblase ist deren vollständige Entfernung. Diese sogenannte Cholecystektomie kann meist minimal invasiv (mittels Knopflochchirurgie) und selten auch offen (z.B. bei Tumorverdacht oder schwerster Entzündung) durchgeführt werden.

Komplikationen sind sehr selten. Der Verlust der Gallenblase bleibt ohne messbare negative Folgen für den Patienten. Die durch die Gallensteine und/oder Entzündung der Gallenblase verursachten Beschwerden sind nach dem Eingriff praktisch immer verschwunden. Der Spitalaufenthalt beträgt meist nur 2-3 Tage.