Medizin

Beinschwellungen und Beinschmerzen werden häufig als harmlose Beschwerden abgetan. Doch sie können auch ernsthafte Ursachen haben. Es kann unter Umständen eine tiefe Venenthrombose dahinterstecken. Anhand der Geschichte von Janine Mosdorfer, erklärt Dr. med. Alexander Rosenov, Facharzt für Angiologie und Partnerarzt von Hirslanden Bern, warum eine sorgfältige Abklärung beim Spezialist*innen mittels Ultraschall so wichtig ist und welche modernen Behandlungsmöglichkeiten Betroffenen heute zur Verfügung stehen.

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Geschwollene und schmerzhafte Beine treten häufig auf. Das ist zwar unangenehm, jedoch meistens nicht gefährlich. Dennoch können sie auch ein Anzeichen für schwerwiegende gesundheitliche Probleme sein. Eine besonders wichtige Ursache, die keineswegs unterschätzt werden sollte, ist die tiefe Venenthrombose (TVT). Der Gefässmediziner Alexander Rosenov an der Klinik Beau-Site erläutert, wie eine sorgfältige Abklärung mittels Ultraschall für eine Diagnose entscheidend ist und welche modernen Behandlungsansätze heute zur Verfügung stehen.

Warum Janine Mosdorfer den Angiologen konsultiert

Janine Mosdorfer, 52 Jahre alt, bemerkte über mehrere Tage eine zunehmende Schwellung und ein dumpfes, ziehendes Gefühl im rechten Bein. Anfangs dachte sie, es handle sich um eine Muskelverspannung, doch als das Bein immer dicker wurde und die Schmerzen zunahmen, suchte sie ärztlichen Rat. Die Hausärztin verwies sie nach gründlicher Untersuchung an Alexander Rosenov, der auf Gefässerkrankungen spezialisiert ist.

Warum ein Thromboseverdacht immer ernst genommen werden sollte

Eine Thrombose ist ein Blutgerinnsel in einer tief liegenden Vene, das den Blutfluss behindert. Besonders in den Beinen kann dies zu Schwellungen, Schmerzen und Spannungsgefühlen führen. Wird die Thrombose nicht rechtzeitig erkannt, kann das Gerinnsel sich lösen und in die Lunge gelangen. Dort kann es eine lebensbedrohliche Lungenembolie verursachen, die sofort medizinisch versorgt werden muss. Alexander Rosenov erklärt: «Beinschwellungen und Schmerzen sind Alarmsignale, die uns im Gefässzentrum Hirslanden Bern aufmerksam machen. Frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend. Deshalb sollten Symptome ernst genommen und bei Verdacht schnell fachärztlicher Rat eingeholt werden.»

Die Untersuchungsmethode: Ultraschall beim Angiologen

Im Gefässzentrum Hirslanden Bern kommt modernste Ultraschalltechnologie zum Einsatz, mit der Alexander Rosenov die Venenstruktur und den Blutfluss genau beurteilt. «Die Ultraschalluntersuchung der Beinvenen ist bei Verdacht auf eine Thrombose das diagnostische Mittel der Wahl: Sie ist schmerzfrei, risikoarm und liefert schnelle sowie genaue Ergebnisse», erklärt Alexander Rosenov. Im Fall von Janine Mosdorfer bestätigte sich der Verdacht: Eine frische Thrombose in der tiefliegenden Kniekehlenvene.

Therapie: Blutverdünner und Stützstrümpfe als Standard

«Die meisten Thrombosen werden heute sicher und effektiv mit blutverdünnenden Medikamenten (Antikoagulantien) behandelt in Kombination mit Kompressionsstrümpfen, die die Schwellung mindern und die Venenfunktion unterstützen», so Alexander Rosenov. «Diese Kombination hilft, das Gerinnsel aufzulösen oder sicher zu verkleinern und Folgekomplikationen vorzubeugen», erklärt er. Janine Mosdorfer führt genau eine solche Therapie durch, die sie täglich eigenverantwortlich zu Hause macht. Die regelmässigen Kontrolltermine im Gefässzentrum Hirslanden Bern gewährleisten eine optimale Anpassung der Therapie.

Ursachenforschung – das A und O bei Thrombosen

Neben der akuten Behandlung ist es wichtig, die Ursache der Thrombose zu finden, so Alexander Rosenov: «Wir prüfen Risikofaktoren wie genetische Gerinnungsstörungen, chronische Erkrankungen, Bewegungsmangel oder Hormontherapien.» Bei Janine Mosdorfer stellte sich heraus, dass eine kürzliche Langstreckenflugreise zusammen mit einer beginnenden Venenschwäche die Auslöser waren. Sie wird nun in Zukunft präventiv Kompressionsstrümpfe auf langen Flugreisen tragen.

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Innovative Behandlungsmöglichkeiten bei schweren Thrombosen

Während die konservative Behandlung bei den meisten Patient*innen gut anschlägt, gibt es besonders schwere oder umfangreiche Thrombosen, bei denen minimal-invasive Verfahren in der Angio Suite der Klinik Beau-Site zum Einsatz kommen. Mit Kathetern und speziellen Geräten kann das Gerinnsel gezielt entfernt oder aufgelöst werden. Alexander Rosenov betont: «Diese modernen Methoden sind schonend und ermöglichen eine schnellere Wiederherstellung des Blutflusses bei schweren Thrombosen, was die Risiken für Langzeitkomplikationen verringert.»

Fazit

Beinschwellungen und -schmerzen sollten niemals auf die leichte Schulter genommen werden. Rechtzeitige Abklärung durch eine Fachperson mittels Ultraschall ist entscheidend, um eine mögliche Thrombose zu erkennen und schnell zu behandeln. Mit modernen Blutverdünnern, Kompressionsstrümpfen und innovativen Eingriffen stehen heute vielfältige Therapieoptionen zur Verfügung. Das Gefässzentrum Hirslanden Bern ist nach den Standards der USGG (Union Schweizerische Gesellschaft für Gefässkrankheiten) zertifiziert und bietet Patient*innen eine umfassende Betreuung von der Diagnostik bis zur Therapie. Das sorgt für Sicherheit und eine bestmögliche Genesung.