Aktuelle Informationen zum Coronavirus

Die Schweiz hat am 25. Februar 2020 den ersten bestätigten Fall eines mit dem Coronavirus infizierten Patienten verzeichnet. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) informiert laufend über die weitere Entwicklung und die aktuelle Lage.

Aktuelle Informationen vom BAG

BAG-Infoline Coronavirus (24/7)

Sind Besucher in der Klinik noch zugelassen?

Aufgrund der sich fast täglich ändernden Lage und der unterschiedlichen kantonalen Bestimmungen bitten wir Sie, sich auf der jeweiligen Klinikseite zu erkundigen, welche Regelung für Ihre Klinik aktuell besteht. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

 

Verhalten bei Infektion

Haben Sie...

Dann bitten wir Sie, auf Besuche in der Klinik zu verzichten.
Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Häufig gestellte Fragen zum Coronavirus (COVID-19)

Situation bei Hirslanden

Situation bei Hirslanden

Alle Hirslanden-Kliniken sind in engem Kontakt mit den kantonalen Behörden. Bereits Ende Januar haben alle Kliniken ihre Pandemiepläne aktualisiert und entsprechende Massnahmen eingeleitet. Die Kliniken sind hinsichtlich der Prozesse im Umgang mit Verdachts- und bestätigten Fällen daher sehr gut vorbereitet.

Wir orientieren uns generell an den Richtlinien des Bundesamtes für Gesundheit BAG sowie der kantonalen Gesundheitsdirektionen. 

Der Bundesrat hat am 16. März die Situation in der Schweiz als «ausserordentliche Lage» gemäss Epidemiengesetz eingestuft. In einer Verordnung hat er die Spitäler angewiesen, auf nicht dringend angezeigte medizinische Eingriffe und Therapien zu verzichten. Operationen finden in unseren Kliniken deshalb bis auf Weiteres nur statt, wenn diese als dringlich einzustufen sind.

Wann ist eine Operation dringlich?

Wann ist eine Operation dringlich?

Für die Umsetzung der bundesrechtlichen Verordnung sind subsidiär die Kantone zuständig. Verschiedene Kantonsregierungen haben deshalb seit dem 16.03.2020 eigene Verordnungen erlassen, aus denen hervorgeht, wann eine Operation als dringlich einzustufen ist. Die Kliniken der Hirslanden-Gruppe setzen die Verordnung bzw. Ausführungsbestimmungen ihres jeweiligen Standortkantons konsequent um.
Hirslanden-Kliniken und Partnerärzten in Kantonen, die bisher keine detaillierten Verordnungen erlassen haben, empfehlen wir, sich bei der Umsetzung der bundesrechtlichen Verordnung an den Kriterien des Kantons Zürich zu orientieren.

Zulässig sind im Kanton Zürich nur solche operativen Eingriffe, die bei ihrer Unterlassung:

  • zu einer Verkürzung der Lebenserwartung führen,
  • die zu einer bleibenden Schädigung führen,
  • zu einem erheblichen Risiko für eine massive Verschlechterung der Situation oder zu einer notfallmässigen Hospitalisation in den nächsten drei Monaten führt, oder
  • die Lebensqualität in ausserordentlichem Mass verschlechtert (insbesondere Schmerz).

lnsbesondere bei Eingriffen, welche die IPS-Kapazitäten binden, ist besondere Zurückhaltung angezeigt. Reine Vorsorge- und Routineuntersuchungen sind unzulässig. Die Dringlichkeit und Notwendigkeit eines Eingriffes ist eine medizinische Beurteilung, in die neu die COVID-19 Krise miteinzubeziehen ist.

Patientinnen und Patienten wenden sich bei Unsicherheit bitte an den behandelnden Arzt / die behandelnde Ärztin.
 

Wie wird das neue Coronavirus übertragen?

Wie wird das neue Coronavirus übertragen?

Das neue Coronavirus wird hauptsächlich bei engem und längerem Kontakt übertragen: Wenn man zu einer erkrankten Person länger als 15 Minuten weniger als 2 Meter Abstand hält. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfchen: Niest oder hustet die erkrankte Person, können die Viren direkt auf die Schleimhäute von Nase, Mund oder Augen von anderen Menschen gelangen. Über die Hände: Ansteckende Tröpfchen aus Husten und Niesen können sich an den Händen befinden. Sie gelangen an Mund, Nase oder Augen, wenn man diese berührt.

Wie lange dauert die Inkubationszeit?

Wie lange dauert die Inkubationszeit (Zeitspanne zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Symptome)?

Die Inkubationszeit des neuen Coronavirus beträgt etwa drei bis sieben Tage. Sie kann jedoch bis zu 14 Tage dauern.

Welche Symptome treten bei einer Erkrankung mit dem neuartigen Coronavirus auf?

Welche Symptome treten bei einer Erkrankung mit dem neuartigen Coronavirus auf?

Am häufigsten sind Fieber, Husten und Atembeschwerden. Diese Symptome können unterschiedlich schwer sein. Ebenfalls möglich sind Komplikationen wie eine Lungenentzündung. Einige Erkrankte haben auch Probleme mit der Verdauung oder den Augen (Bindehautentzündung).

Was muss in einem Verdachtsfall getan werden?

Was muss in einem Verdachtsfall getan werden?

  • Bleiben Sie bei Krankheitssymptomen (Atembeschwerden, Husten und Fieber) zu Hause.
  • Vermeiden Sie den Kontakt zu anderen Personen. Informieren Sie sich über Selbst-Isolation.
  • Kontaktieren Sie – immer zuerst telefonisch – eine Ärztin, einen Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung, bevor Sie sie aufsuchen.
Was muss ich tun, wenn ich engen Kontakt hatte zu einer Person mit Krankheitssymptomen?

Was muss ich tun, wenn ich engen Kontakt hatte zu einer Person mit Krankheitssymptomen?

Sie wohnen im selben Haushalt oder waren intim mit einer Person mit einer akuten Atemwegserkrankung (Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit) und/oder Fieber, Fiebergefühl, Muskelschmerzen): Bleiben Sie für 10 Tage zu Hause.

Was muss ich tun, wenn ich mit einer mit dem neuen Coronavirus infizierten Person Kontakt hatten?

Was muss ich tun, wenn ich mit einer mit dem neuen Coronavirus infizierten Person Kontakt hatten?

Wenn Sie mit einer bestätigten, infizierten Person engen Kontakt hatten (Abstand von weniger als 2 Metern während mehr als 15 Minuten), aber nicht im selben Haushalt leben und keine intime Beziehung hatten:

  • Sie haben keine Krankheitssymptome (Fieber und Husten): beobachten Sie, ob sich Krankheitssymptome entwickeln.
  • Sie haben leichten Krankheitssymptome (Fieber und Husten): Bleiben Sie isoliert zu Hause, bis Sie keine Krankheitsssymptome mehr haben. Warten Sie danach weitere 24 Stunden, bis Sie wieder in die Öffentlichkeit gehen.
  • Ihre Krankheitssymptome werden stärker (hohes Fieber, Atembeschwerden oder Atemnot) oder sie haben eine Vorerkrankung und sind deshalb besonders gefährdet: Rufen Sie eine Ärztin/einen Arzt oder eine

Gesundheitseinrichtung an. Diese entscheiden, ob eine medizinische Abklärung durchgeführt werden muss, oder ob es ausreicht, wenn Sie weiterhin zu Hause in Isolation bleiben.

Wenn Sie mit einer infizierten Person im selben Haushalt wohnen oder intim waren:

  • Bleiben Sie während 10 Tagen zu Hause in Quarantäne. Beobachten Sie, ob sich Krankheitssymptome (Fieber und Husten) entwickeln.
Wie gefährlich ist die Erkrankung Covid-19?

Wie gefährlich ist die Erkrankung Covid-19?

Für die meisten Menschen verläuft die Krankheit mild. Vier von fünf Betroffene zeigen lediglich Zeichen eines milden grippalen Infekts, oder die Krankheit verläuft sogar unbemerkt. Für jüngere Menschen ohne gravierende Begleiterkrankung stellt Covid-19 in aller Regel keine Bedrohung dar.

15% der Betroffenen sind schwerer krank, 5% verlaufen kritisch. Insbesondere ältere Personen können schwer erkranken, und es kann auch zu Todesfällen kommen. Neuere Datenauswertungen deuten darauf hin, dass das Sterblichkeitsrisiko bei unter 1% liegt.

Besonders gefährdet sind Personen, die über 65 Jahre alt sind oder an einer gravierenden Vorerkrankung leiden (Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen, geschwächtes Immunsystem, Krebs).

Empfehlungen für Personen über 65 und alle mit einer Vorerkrankung

Empfehlungen für Personen über 65 und alle mit einer Vorerkrankung


Sind Sie älter als 65 Jahre oder haben eine Vorerkrankung (Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen, geschwächtes Immunsystem, Krebs)?

Dann empfehlen wir Ihnen:

  • Bleiben Sie zuhause.
  • Benutzen Sie keine öffentlichen Verkehrsmittel.
  • Kaufen Sie ausserhalb der Stosszeiten ein. Oder lassen Sie eine Freundin oder einen Nachbarn für Sie einkaufen.
  • Meiden Sie Treffen mit mehreren Personen.
  • Machen Sie geschäftliche und private Treffen via Skype oder ähnlichen Hilfsmitteln.
  • Reduzieren Sie Besuche in Altersheimen, Pflegeheimen und Spitälern auf ein absolutes Minimum.
  • Vermeiden Sie Kontakte mit erkrankten Personen.
  • Bleiben Sie zu Hause, wenn Sie Atembeschwerden, Husten oder Fieber haben. Rufen Sie sofort Ihre Ärztin/Ihren Arzt oder ein Spital an. Sagen Sie, dass Sie im Zusammenhang mit dem neuen Coronavirus anrufen und ein erhöhtes Krankheitsrisiko haben. Beschreiben Sie Ihre Symptome.
Ich war / bin an Brustkrebs erkrankt. Gehöre ich zu einer Risikogruppe?

Ich war / bin an Brustkrebs erkrankt. Gehöre ich zu einer Risikogruppe?

Wenn Sie sich jetzt gesund fühlen und Ihre Nachsorge zuletzt unauffällig verlief, gehören Sie nicht zu einer Risikogruppe. Nach Brustkrebs erkranken Frauen nicht häufiger an Infektionskrankheiten. Sie sind jetzt genau so gesund wie ihre Nachbarin und dürfen sich auch so fühlen.

Auch wenn Sie in der Vergangenheit eine Chemotherapie hatten, gehören Sie nicht zu einer Risikogruppe. Ihr Immunsystem wurde durch die Chemotherapie nur für einen kurzen Zeitraum eingeschränkt. In der Regel können Sie davon ausgehen, dass mit der Erholung der weissen Blutkörperchen (Leukozyten) eine funktionierende Immunabwehr vorliegt. Sie gehören auch dann nicht zu einer Risikogruppe, wenn Sie nach Beendigung einer Chemotherapie Infusionen mit Antikörpern (z.B. Herzeptin® oder Perjeta®) erhalten, sofern sich Ihr Blutbild von der Chemotherapie erholt hat.

Auch bei oder nach Einnahme einer anti-hormonellen Therapie (z.B. Tamoxifen, Anastrozol z.B. Arimidex®, Letrozol z.B. Femara®, Exemestane z.b. Aromasin®) sind Sie in keiner Weise vermehrt gefährdet.

Sie gehören hingegen zu einer Risikogruppe, wenn…
a) … Sie derzeit eine Chemotherapie erhalten.
b) … Sie sogenannte CDK4/6 Inhibitoren einnehmen (Palbociclib = Ibrance®, Ribociclib = Kisquali®, Abemaciclib).
c) … Sie fortgeschrittene Erkrankungen haben, welche dauerhaft Therapien (z.B. Everolimus, Alpelisib, Cortison Präparate) benötigen.

Können Haustiere den Coronavirus weiterverbreiten?

Können Haustiere den Coronavirus weiterverbreiten?

Es gibt keine Hinweise darauf, dass das neue Coronavirus Haustiere oder Nutztiere infiziert. Die Herkunft des Virus ist indessen noch nicht geklärt. Es gelten die üblichen Hygienemaßnahmen, wie beispielsweise gründliches Händewaschen nach der Berührung eines Tieres.

Wie wird die Erkrankung behandelt?

Wie wird die Erkrankung behandelt?

Aktuell ist kein wirksames spezifisches Medikament gegen das neue Coronavirus bekannt. Auch eine Impfung gibt es aktuell nicht. Die Behandlung erfolgt rein symptomatisch. Bei der Mehrzahl der Fälle verläuft die Erkrankung mild und die Betroffenen können sich zu Hause auskurieren. In bestimmten Fällen ist eine Hospitalisierung nötig. Bei Vorliegen einer Lungenentzündung kann die Beatmung über eine künstliche Lunge erforderlich werden.

Schutz vor dem Coronavirus

Weitere Informationen zum Coronavirus im Gesundheitsmagazin Check-Up

Was bringen verschärfte Massnahmen in der Schweiz gegen die zunehmende Verbreitung des Covid19-Virus und welches sind mögliche Szenarien für unser Land?
Prof. Dr. med. Christian Ruef, Infektiologe der Klinik Hirslanden, informiert.

Wegen einem Verdachtsfall auf einer SWISS-Maschine von New York nach Zürich, hat der Flughafen Zürich am Montagmorgen den Pandemieplan ausgelöst. Bereits am Nachmittag konnte Entwarnung gegeben werden.

Hamsterkäufe in Apotheken und sogar in Baumärkten. An vielen Orten in der Schweiz sind Atemschutzmasken bereits Mangelware. Aber schützen die Masken wirklich vor dem Virus? Mehr dazu heute in Checkup-Das Gesundheitsmagazin.