Die Hirslanden Klinik St. Anna ist eine der wichtigsten Gesundheitsversorgerinnen der Zentralschweiz. Mit modernster Medizin, einem breiten Fachangebot und starker Vernetzung steht sie für Qualität und Vertrauen. Ihre Wurzeln reichen über 100 Jahre zurück.

Die Klinik St. Anna ist aus Luzern nicht wegzudenken. Sie ist das einzige private Zentrumsspital in der Zentralschweiz und für ihre medizinische Qualität weiter über Luzern hinaus bekannt. Was viele vielleicht nicht wissen: Ihren Ursprung hat die Klinik in einer kleinen Gemeinschaft von Ordensschwestern, den St. Anna-Schwestern. Sie eröffneten 1911 eine Klinik im Schloss Bramberg in Luzern. Auf engstem Raum umfasste sie Patientenzimmer, einen Operationssaal und ein Gebärzimmer, eine Sterilisationsanlage, eine Hauskapelle und das Büro der Oberin. 

Platzprobleme sorgten für Umzug
Der Standort erreichte allerdings schon bald seine Kapazitätsgrenzen. Insbesondere während des Ersten Weltkriegs, als die Schwestern viele internierte Soldaten pflegten. Die Zahl der Operationen stieg von einem Jahr aufs nächste von 64 auf 194. Die Schwestern mussten sich nach einem neuen Standort umsehen. Trotz hoher Kosten, entschieden sie sich für den Kauf eines Grundstücks bei der Brunnhalde. Sie waren sich sicher, dass die tolle Aussicht auf den Vierwaldstättersee und die Berge den kranken Menschen hilft, schneller wieder gesund zu werden. Damit legte die Gemeinschaft den Grundstein für die Klinik St. Anna, wie wir sie heute kennen.

Ausbau des medizinischen Angebots
1918 wurde das Sanatorium St. Anna in der Brunnhalde schliesslich eröffnet. Es bot Platz für 80 Patient*innen. Kurz nach der Eröffnung des Sanatoriums wurde das Schwesternhaus gebaut und mehr Land unterhalb der Rigistrasse gekauft. Aufgrund der hohen Bettenbelegung entschieden sich die Schwestern zum Bau einer Frauen- und Kinderklinik (Maternité), welche 1930 eröffnet wurde. Zeitgleich lancierten die Schwestern die erste orthopädische Klinik der Zentralschweiz, wo Kinder und Erwachsene mit körperlichen Gebrechen behandelt wurden. Dazu gestaltete man einen Neubau mit Turnsälen und rüstete ihn mit modernen Apparaten aus.

Umbau und Bezeichnung als «Klinik St. Anna»
In den Fünfzigerjahren stand der Neubau des Sanatoriums an. Es trug fortan den Namen «Klinik St. Anna» und bot Platz für 270 Betten und zwei Operationstrakte. Rund 50 Ärzte praktizierten damals in der Klinik. Dies entsprach etwa der Hälfte der auf dem Stadtgebiet tätigen Ärzte. Mit ihren Angeboten waren die St. Anna-Schwestern stets am Puls der Zeit und die Klinik St. Anna entwickelte sich von einer Wochenpflege hin zu einer Einrichtung mit einem breiten medizinischen Angebot. Es entstand ein Röntgeninstitut mit diagnostischer und radio-therapeutischer Abteilung sowie ein Labor. 1965 wurde eine neue Maternité mit 90 Betten für Erwachsene und 40 Betten für Kinder eröffnet. Die Klinik St. Anna war damals die einzige auf Kinder spezialisierte Klinik in der Zentralschweiz.

Besonders als Geburtsklinik machte sich das St. Anna einen Namen. Im geburtsstärksten Jahr 1968 erblickten 2254 Neugeborene in der Klinik das Licht der Welt. Aus dieser Zeit stammt auch die Aussage, dass jedes dritte Kind in der Zentralschweiz in der Klinik St. Anna zur Welt gekommen ist. Im selben Jahr wurde auch eine neue Orthopädische Klinik gebaut. 1975 wurde schliesslich die erste Intensivstation mit vier Betten eröffnet. Eine grosse Erleichterung für das Pflegepersonal, das zuvor auch schwerstkranke Patient*innen auf der Abteilung pflegen musste.

Übernahme durch die Hirslanden-Gruppe
Aufgrund des stetigen Wachstums befasste sich die Gemeinschaft in den 90er Jahren schliesslich mit einem Verkauf der Klinik. In einem rund zehnjährigen Prozess wurde das St. Anna optimal vorbereitet, um dereinst verkauft zu werden. 2005 entschied sich Hirslanden, die «Perle unter vergleichbaren Spitälern» zu übernehmen.

Heute ist die Klinik St. Anna ein modernes Zentrumsspital in der Stadt Luzern. Am Hauptstandort sowie an den Standorten Bahnhof Luzern und Meggen arbeiten mehr als 1300 Personen. Die Hirslanden Klinik St. Anna gehört zu den grössten Arbeitgebern der Zentralschweiz. Mehr als 250 Klinik- und Partnerärzt*innen arbeiten interdisziplinär und vernetzt zusammen. Mit ihren rund 14'000 stationären Patient*innen macht die Klinik rund ein Viertel der stationären Gesundheitsversorgung des Kantons Luzern aus.

Ein Blick in die Zukunft
Mit dem Bauprojekt ANNAplus schreibt die Klinik St. Anna ihre Geschichte weiter. „Mit dem Um- und Neubau investieren wir in eine Zukunft mit patientengerechter Infrastruktur, moderner Medizin und attraktiven Arbeitsstellen», so Direktor Jonas Zollinger. Die erste Etappe, der Erweiterungsbau Trakt G ist seit Januar 2024 im Vollbetrieb. Hier sind unter anderem das Institut für Radiologie und Nuklearmedizin, die Herzkatheterlabore sowie das Zentrum für Mikrotherapie beheimatet. Kurz darauf folgte der provisorische Trakt Z, der seit Frühjahr 2025 den Operationsbetrieb sichert und so die anstehenden Umbauten ermöglicht. Mit dem geplanten Ersatzneubau Trakt A+ wird der letzte Teil der bestehenden Klinik St. Anna, das ehemalige Schwesternhaus, ersetzt. Hier entstehen Operationssäle, eine neue Notfallstation sowie eine neue Intensivstation. Ausserdem bietet der Neubau Raum für Patientenzimmer mit hervorragendem Blick auf See und Berge. Ganz im Sinne der Vision, die einst die St. Anna-Schwestern für die Klinik hatten.

Kontaktperson

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Jeannine Lütolf
Co-Leiterin Marketing und Kommunikation