Ein Blick hinter die Kulissen genügte: Als Luca Bossart 2014 eine Schnupperlehre im St. Anna absolvierte, war für ihn schnell klar, dass er seinen beruflichen Weg hier starten will. Zehn Jahre später steht er selbst als Berufsbildner im Einsatz.

Unsere Mitarbeitenden des Technischen Dienstes kümmern sich um die gesamte Haustechnik sowie die Umgebung, führen Reparaturen aus und halten Maschinen instand. Diese Vielfältigkeit begeisterte Luca von Anfang an: «Die Abwechslung macht meinen Beruf sehr spannend. Dank der Vielfalt wird es mir im St. Anna nicht langweilig.» Die Freude an seiner Arbeit will Luca auch den Lernenden weitergeben. «Es macht Spass, mein Wissen und die Freude am Beruf zu teilen und den Fortschritt unserer Lernenden zu beobachten.» Das St. Anna bietet drei Ausbildungsplätze für Fachpersonen Betriebsunterhalt an, jeweils einen pro Lehrjahr. 

Herr der Schlüssel
Luca schätzt es sehr, dass er im St. Anna selbständig arbeiten und viel Verantwortung übernehmen kann. So ist er unter anderem «Herr der Schlüssel» und zuständig für die Parking- sowie Brandmeldeanlage. Auch den Lernenden überträgt er von Anfang an eigene Aufgaben. «Mir ist wichtig, dass die Auszubildenden früh lernen, selbständig zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen», meint er. Wertschätzung in Form von Vertrauen tue den Lernenden gut.
Luca möchte mit den Lernenden auf Augenhöhe kommunizieren und sie als vollwertige Teammitglieder aufnehmen. «Ich bevorzuge es, zu befähigen, anstatt zu kontrollieren.» Auf die Frage, was denn ein Berufsbildner mitbringen sollte, antwortet Luca: «Ein hohes Mass an Flexibilität und Geduld. Im Alltag mit den Lernenden ist nicht immer alles planbar. Ausserdem sind Motivation und die Freude am Beruf sehr wichtig. Schliesslich kann ich nur vermitteln, was ich selber auch vorlebe.» Zudem sei es von grosser Bedeutung, das Interesse am Beruf nicht zu verlieren und sich laufend weiterzubilden, um auf dem neuesten Stand zu bleiben. 


Rat von den Expert*innen
Das St. Anna mit seinen drei Standorten bietet den Lernenden viele Möglichkeiten. Trotz ihrer Grösse ist die Klinik familiär geblieben. «Wir sind ein gut eingespieltes Team. An der Ausbildung der Lernenden ist jeder von uns beteiligt. Letztlich ist es Teamwork. Jeder steht als Praxisbildner im Einsatz.» Die Lernenden schätzen es, dass sie direkt von Logistiker*innen, Elektroniker*innen, Reinigungskräften und sogar von den Mitarbeitenden der Stadtgärtnerei lernen können. Je nach aktuellem Schulstoff können sie sich bei den entsprechenden Expert*innen Unterstützung holen.


Generation Z
Natürlich gibt es auch Herausforderungen im Alltag mit den Lernenden. Luca erklärt, dass die Generation Z anders denke und handle, als er es zu seiner Lehrzeit gewohnt war. Dabei helfen klare Kommunikation und gegenseitiges Verständnis. Manchmal sei es auch nicht ganz einfach, sie für Routinearbeiten, wie das Leeren der Abfalleimer im Parkhaus, zu motivieren. «Es ist mir wichtig, ihnen auch die Sinnhaftigkeit der Arbeit zu vermitteln. Die Abfalleimer müssen nicht mir zuliebe geleert werden, sondern zum Wohle der Patient*innen», meint Luca schmunzelnd.

Luca Bossart
Ob drinnen oder draussen: Luca Bossart sorgt mit seinen Teamkollegen dafür, dass im St. Anna alles rund läuft.