Minimalinvasive Thermoablation von Lungentumoren

Was ist eine Thermoablation?
Bei der Thermoablation handelt es sich um ein minimalinvasives interventionelles Therapieverfahren bei dem Tumorzellen durch Hitze zerstört werden. Diese Hitze wird dabei über eine in Lokalanästhesie CT-gestützt in den Tumor eingeführte Sonde erzeugt. Eine lokale Tumorkontrolle kann in bis zu 90% erreicht werden. Mittelfristig kommt es nach einer solchen Intervention in der Regel zu keinem relevanten Funktionsverlust der Lunge. Das Zentrum für Mikrotherapie verfügt über beide hierzu gängigen Ablations-Systeme, zum einen die Radiofrequenzablation (RFA) sowie auch die Mikrowellenablation (MWA), so dass individuell die jeweils beste Methode individuell für den Patienten gewählt werden kann.

Welche Patienten eigenen sich für eine RFA von Lungentumoren?
Geeignet sind Patienten, bei denen ein operatives Vorgehen in aller Regel nicht infrage kommt. Peripher gelegene, maximal 3 cm grosse Lungenmalignome (Bronchialkarzinome und Lungenmetastasen) sind hierbei für das Verfahren am besten geeignet. Die Indikation zur interventionellen Ablation eines Lungentumors wird im interdisziplinären Konsens (Tumorboard) in Anwesenheit der Fachgebiete Thoraxchirurgie, Pneumologie, Onkologie, Strahlentherapie und interventioneller Radiologie und unter Berücksichtigung sämtlicher Therapiealternativen getroffen.

Radiofrequenzablation (RFA) eines Lungentumors mittels CT-Bildführung ermöglicht eine präzise Platzierung der RFA Sonde (Pfeil).