Mit zunehmendem Alter können sich in den Gefässwänden grösserer und kleinerer Schlagadern Ablagerungen (Cholesterin, Bindegewebe, Kalk, Entzündungszellen, Gerinnsel) bilden. Dieser Prozess wird durch Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, geringe körperliche Aktivität, Fehlernährung, zu hohes Cholesterin, Übergewicht sowie Blutzuckerkrankheit (Diabetes) beschleunigt. Entsprechend kann mit regelmässiger körperlicher Aktivität, optimaler Ernährung, guter Blutdruck- und Blutzuckereinstellung und bestimmten Medikamenten den Ablagerungen entgegengewirkt werden.

Arteriosklerotische Ablagerungen (Plaques) machen die Gefässwände dick, steif und eng und können zur Durchblutungsstörung in den abhängigen Organen führen. Im schlimmsten Fall bilden sich auf den Ablagerungen Blutgerinnsel, die einen plötzlichen Gefässverschluss bewirken können. So kann es zu einem Infarkt (Gewebeuntergang) im Gewebe hinter dem Gefässverschluss kommen (z.B. Herzinfarkt, Hirninfarkt oder Schlaganfall). In anderen Fällen treten Gefässverengungen langsamer auf, was sich am Herzen mit Brustschmerzen, speziell bei Anstrengung (Angina Pectoris), an den Beinen mit Schaufenster-Krankheit (Claudicatio, periphere arterielle Verschlusskrankheit) und an allen Organen mit einer Einbusse der normalen Organfunktion auswirken kann.

Diagnose

Ablagerungen in den Schlagadern können am Herzen mit einer Gefässdarstellung mit Hilfe eines Röntgengeräts (Angiographie) oder mit weiteren modernen bildgebenden Verfahren wie Computertomographie dargestellt und gemessen werden. An den Bein-, Hirn- und Nierenarterien können diese mit einem speziellen Ultraschallgerät (Duplexsonographie) ohne Kontrastmittel und ohne Röntgenstrahlung sehr gut dargestellt werden. 

Therapie

Die Entstehung und das Fortschreiten der Arteriosklerose sollte verhindert werden mit einer optimalen Lebensweise und Behandlung der Risikofaktoren. Plötzliche, schwerwiegende Durchblutungsstörungen, wie zum Beispiel Herzinfarkt oder Hirninfarkt (Schlaganfall) oder plötzlicher Verschluss einer Beinarterie, müssen sofort behoben werden, um einen folgenschweren oder sogar tödlichen Verlauf zu verhindern. Jede Minute zählt!

Oft ist auch bei Patienten, die wenig oder gar keine Beschwerden haben, eine Verbesserung der Durchblutung notwendig, um zukünftige gefährliche Minderdurchblutung zu verhindern.

Die wichtigsten Techniken zur Behandlung von Durchblutungsstörungen sind die Kathetertechnik mit Ballonaufdehnung, Einlegen von Gefässstützen (Stents), die Gabe von gerinnungshemmenden und gerinnselauflösenden Medikamenten sowie die Verbesserung der Durchblutung durch Blutumleitung (z.B. mit einer Bypassoperation). Alle Patienten mit Durchblutungsstörungen und Gefässeinlagerungen erhalten zudem Medikamente, mit dem Ziel, das Fortschreiten der Arteriosklerose zu verlangsamen.