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Der Kopf ist ein exponiertes Körperteil und Veränderungen fallen schnell auf. Wird dort eine Hautveränderung bemerkt, muss sie abgeklärt werden. Bei bösartigen Veränderungen sind oft eine Operation und Rekonstruktion der betroffenen Stelle notwendig. Deshalb ist Prävention wichtig.

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Nicht jede Veränderung oder Neubildung der Haut ist bösartig

Hautveränderungen im Gesicht

Nicht jede Veränderung oder Neubildung der Haut ist bösartig. Oft handelt es sich um gutartige Veränderungen, beispielsweise durch chronische Sonnenexposition. In der Schweiz erkranken allerdings jährlich rund 25’000 Personen an Hautkrebs. Man unterscheidet dabei unter anderem zwischen weissem und schwarzem Hautkrebs, auch Melanom genannt. Der weisse Hautkrebs bildet selten Metastasen (Ableger), tritt aber häufiger auf und zerstört das gesunde Umgebungsgewebe. Das Melanom ist zwar seltener, bildet aber häufiger Metastasen und wird oft erst im fortgeschrittenen Stadium entdeckt. 

Prävention ist äusserst wichtig

Das Gesicht hat viele wichtige Strukturen auf engem Raum. Bösartige Hautveränderungen müssen vermieden werden, dabei spielt Prävention eine wichtige Rolle. Deshalb sollten Patientinnen und Patienten einen Arzt aufsuchen, wenn sie ein Muttermal im Gesicht bemerken, das sich verändert, wächst oder unregelmässig pigmentiert ist. Im Alter entstehen oft Altersflecken, welche in ihrem Aussehen gewissen Hautkrebsvorstufen ähneln. Diese gilt es im Rahmen einer Hautkrebsvorsorge ebenfalls abzuklären. Bei Verdacht auf Hautkrebs wird nach der Diagnosestellung eine frühzeitige chirurgische Entfernung empfohlen. Dabei muss der Tumor rückstandsfrei entfernt werden, um ein Wiederauftreten der Läsionen zu verhindern. Alternativ kann Hautkrebs auch mit Medikamenten oder Bestrahlung behandelt werden. Ärztinnen und Ärzte der plastischen Chirurgie, Dermatologie und Onkologie sowie der Strahlentherapie arbeiten hierbei eng zusammen. 

Bei der operativen Resektion von Tumoren im Gesicht spielt neben dem gesundheitlichen Aspekt auch die Ästhetik eine wichtige Rolle. Nach der Entfernung gilt es, die Stelle im Gesicht möglichst unauffällig und narbensparend zu verschliessen und so den Bereich ästhetisch und auch funktionell wiederherzustellen. Als Folge einer grösseren Tumorentfernung kann eine Gewebe- oder Hauttransplantation aus einer anderen Körperregion notwendig werden. 

Auch wenn der Tumor vollständig entfernt wurde, ist es wichtig, regelmässige Nachsorgetermine wahrzunehmen. Diese dienen dazu, sämtliche Hautstellen regelmässig zu kontrollieren und neues oder wiederaufgetretenes Wachstum erkennen und behandeln zu können. 

Exzessive Sonnenexposition meiden 

Alle Arten von Hautkrebs werden durch intensive Sonnenbestrahlung begünstigt. Wer sich also ohne Sonnenschutz im Freien aufhält, erhöht die Wahrscheinlichkeit, an einer bösartigen Hautveränderung zu erkranken. Sonnenschutz sollte sowohl einen hohen Lichtschutzfaktor von mindestens 30 aufweisen als auch vor UVB- und UVA-Strahlen schützen. Regelmässig muss der Sonnenschutz erneuert werden, dies gilt insbesondere beim Sport oder Baden, wo Sonnenexposition möglichst zwischen 11.00 und 15.00 Uhr vermieden werden sollte.

Unser Spezialist

Facharzt für: Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie , Chirurgie