Ballondilatation (PTA)

Die perkutane transluminale Angioplastie ist ein Verfahren, bei dem durch Gefässverkalkung (Arteriosklerose) verstopfte oder eingeengte (stenosierte) Arterien erweitert werden. Dabei wird mit einem Katheter ein Ballon in das Gefäss eingeführt und die verengte Stelle mit dem Ballon erweitert (Ballondilatation). Der Eingriff an den Herzkranzgefässen (Koronararterien) wird perkutane transluminale koronare Angioplastie genannt und wird im Kapitel Eingriffe an den Herzkranzgefässen ausführlich beschrieben.

Ausserhalb der Herzkranzgefässe wird die perkutane transluminale Angioplastik vor allem bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit eingesetzt. Die periphere arterielle Verschlusskrankheit ist die Folge von arteriosklerotischen Verengungen der Beinarterien und wird auch Schaufensterkrankheit genannt. Der Name kommt davon, dass Betroffene infolge der Schmerzen in den Beinen nur kurze Gehstrecken zurücklegen können und immer wieder eine Pause einlegen müssen. Ähnlich wie bei Passanten, die vor jedem Schaufenster stehen bleiben.

Welche Vorbereitungen werden getroffen?

Vor der Angioplastie wird eine Angiographie mit Röntgenkontrastmittel durchgeführt, um die verengten Stellen genau zu lokalisieren. Allfällige Blutverdünner werden vorher abgesetzt. Für den Eingriff sollte man nüchtern sein.

Wie wird der Eingriff durchgeführt?

Der Eingriff wird normalerweise in Lokalanästhesie durchgeführt. Nach örtlicher Betäubung wird die Arterie, meist in der Leiste, punktiert und ein Röhrchen wird eingelegt. Dieses ermöglicht, dass der Katheter in die Arterie eingeführt werden kann. Unter Durchleuchtungskontrolle wird der Katheter dann mit dem Ballon bis zur verengten Stelle vorgeschoben. Dort wird der Ballon mit hohem Druck aufgedehnt und die verengte Stelle wird erweitert. Falls notwendig, wird anschliessend noch eine Gefässstütze (Stent) eingelegt, um die erweiterte Stelle zu stabilisieren. Der Eingriff ist bis auf den Stich für die Anästhesie schmerzlos. Durch das Einspritzen von Kontrastmittel zur Darstellung der Gefässe kann es zu einem Wärmegefühl kommen. Der Eingriff dauert etwa 1 bis 2 Stunden. Anschliessend wird für ein paar Stunden ein Druckverband angelegt. Im Allgemeinen kann man noch am gleichen Tag das Spital wieder verlassen.

Wie sieht die Erfolgsquote der Behandlung aus?

Die Erfolgsquote der transluminalen Angioplastie ist sehr gut und liegt zwischen 85 bis 95%. Manchmal kommt es infolge der Narbenbildung im Gefäss nach ein paar Monaten zu einer erneuten Stenose an der gleichen Stelle. Tritt diese ein, kann der Eingriff problemlos wiederholt werden.

Was sind die Komplikationen oder Risiken der Behandlung?

Der Eingriff verläuft in der Regel ohne Komplikationen und ist risikoarm. In seltenen Fällen kann es zu Verletzungen der Gefässwand oder Ablösung von Ablagerungen kommen, was einen Gefässverschluss verursachen kann. Manchmal ist in solchen Fällen eine Bypass-Operation notwendig, um die Durchblutung wiederherzustellen.

Wie geht es nach dem Eingriff weiter?

In den ersten Tagen nach dem Eingriff sollten grössere Belastungen vermieden werden. In den ersten Monaten sind regelmässige Kontrollen vorgesehen. Die Behandlung der Arteriosklerose oder der Grunderkrankung, welche die Arteriosklerose verursacht, muss weitergeführt werden. Allgemeine Veränderungen des Lebensstils, wie Rauchstopp, Gewichtsreduktion, gesunde Ernährung und ausreichend körperliche Bewegung sind wichtige, begleitende Therapiemassnahmen.