Ein Blick hinter die Kulissen:Unser Schmerzdienst stellt sich vor

Am 4. Juni ist Aktionstag gegen den Schmerz. Wir haben die Gelegenheit genutzt, um unser Team vom Schmerzdienst besser kennenzulernen und hinter die Kulissen ihrer Arbeit zu blicken.

Der Arbeitstag von Andrea Lopes ist sehr vielseitig. Am Vormittag kümmert sich die Pflegefachfrau Schmerzdienst im Auftrag des Zentrums für Anästhesiologie und Intensivmedizin um alle stationären Patienten, die an den Vortagen eine Schmerzpumpe erhalten haben. Am Nachmittag betreut sie als Pflegefachfrau Patienten in der Tagesklinik und im Aufwachraum.

Seit 3 Jahren ein wichtiger Teil des postoperativen Schmerzkonzepts

Seit Februar 2016 gibt es den gemeinsamen Schmerzdienst an der Hirslanden Klinik Aarau. Neben den Ärztinnen und Ärzten der Anästhesie gehören als spezialisierte Pflegefachfrauen Andrea Lopes, Sarah Freiburghaus, Daniela Hess und Edith Pfister zum Team. Bei Abwesenheiten oder Engpässen springt auch Karin Schmid, Abteilungsleiterin Aufwachraum/Tagesklinik, ein und unterstützt die Pflegefachfrauen. Sie alle haben eine spezielle Pain-Nurse-Weiterbildung absolviert.

"Als ich vor 6 Jahren meine Stelle an unserer Klinik antrat, hatte ich gerade die Ausbildung zur Pain Nurse abgeschlossen und mir lag es am Herzen zu zeigen, wie ein Schmerzdienst zu einer besseren Betreuung unserer Patienten beitragen kann.", erzählt Andrea Lopes. Auf Initiative von Dr. med. Norbert Schmitter vom Zentrum für Anästhesiologie und Intensivmedizin kam das Projekt schliesslich ins Rollen. "Unsere Anästhesie-Ärzte sind tagsüber im Operationssaal beschäftigt. Mit dem gemeinsamen Schmerzdienst können wir früher und schneller reagieren, wenn ein Patient akute Schmerzen hat und die aktuelle Schmerztherapie noch verbessert werden muss. Wir können so sicherstellen, dass sich unsere Patienten jederzeit gut aufgehoben fühlen.", so Andrea Lopes.

Mögliche Schwierigkeiten in der Schmerztherapie werden frühzeitig erkannt

Die Pflegefachfrauen vom Schmerzdienst gehen am Vormittag zwischen 8.00 Uhr und 11.30 Uhr bei allen stationären Patienten vorbei, die an den Vortagen eine Schmerzpumpe erhalten haben. Sie erfragen, wie es dem Patient oder der Patientin geht, um mögliche Schwierigkeiten in der Schmerztherapie frühzeitig zu erkennen und die Behandlung gegebenenfalls in Absprache mit den ärztlichen Kollegen der Anästhesie anzupassen. "Wenn der Patient beispielsweise eine schlechte Nacht gehabt hat oder etwas mit der Schmerzpumpe nicht stimmt, können wir uns gleich am Morgen darum kümmern und so auch unsere Kolleginnen und Kollegen auf der Bettenabteilung unterstützen."

Höhere Patientenzufriedenheit dank individueller Betreuung

Die Arbeit des Schmerzdiensts wird von den Kolleginnen und Kollegen auf den Bettenabteilungen geschätzt. "Durch die Unterstützung vom Schmerzdienst können sich die Pflegefachpersonen auf den Bettenabteilungen besser auf andere wichtige Aufgaben fokussieren. Daneben kann mithilfe des Schmerzdiensts jede Patientensituation individuell, umfassend und persönlich abgefangen werden.", erklärt Andrea Lopes weiter. Dr. Norbert Schmitter, der ärztliche Leiter perioperative Schmerzmedizin, lobt die fachübergreifende Zusammenarbeit: "Wir bieten den Patientinnen und Patienten gemeinsam die bestmögliche Behandlung - das spiegelt sich auch in den Ergebnissen der Patientenbefragungen wider."

Anlässlich des Aktionstags gegen den Schmerz bedanken wir uns herzlich bei den Fachärztinnen und Fachärzten sowie den Pain Nurses vom Schmerzdienst für ihr Engagement!