Herzrhythmusstörungen

Herzrhythmusstörungen können unterschiedliche Ursachen haben und in verschiedenen Formen auftreten. Grundsätzlich unterscheidet man drei Arten davon: Wenn das Herz zu schnell schlägt (Tachykardie), wenn es zu langsam schlägt (Bradykardie) und wenn es unregelmässig schlägt (Arrhythmie). Die Behandlung richtet sich nach der Art und der Ursache der Rhythmusstörung.

Das Herz eines erwachsenen Menschen schlägt im Schnitt zwischen 60 und 90 Mal pro Minute. Bei einem Ruhepuls von über 100 Schlägen pro Minute spricht man von einem beschleunigten Herzschlag (Tachykardie). Eine Herzfrequenz von über 300 pro Min. wird als Kammerflimmern bezeichnet. Ein Kammerflimmern ist gleichbedeutend mit einem Herzstillstand und führt unmittelbar zum Tod, wenn es nicht innerhalb kürzester Zeit mit einer Defibrillation behandelt wird.  Ein Ruhepuls unter 60 Schlägen pro Minute bedeutet einen verlangsamten Herzschlag (Bradykardie). Bei Sportlern oder gut trainierten Personen ist ein Ruhepuls zwischen 50 und 60 hingegen normal. Ein unregelmässiger Herzschlag oder Arrhythmie ist gekennzeichnet durch Zusatzschläge (Extrasystolen) und Aussetzer von Herzschlägen. Eine besondere Form, das Vorhofflimmern, wird in einem eigenen Kapitel besprochen.

Typische Beschwerden bei Herzrhythmusstörungen sind spürbar schneller Herzschlag (Herzrasen), und unregelmässiger Herzschlag (Herzstolpern und Herzklopfen). Das Herzstolpern ist meist Ausdruck von Extraschlägen (Extrasystolen). Diese sind oft harmlos, aber es können sich auch ernsthafte Erkrankungen dahinter verstecken. Wenn zusätzlich Brustschmerzen, Schwindel, Atemnot, Müdigkeit oder gar Ohnmachtsanfälle auftreten, sollte man die Beschwerden unbedingt abklären lassen.

Verschiedene Erkrankungen können Herzrhythmusstörungen auslösen. Dazu gehören Herzerkrankungen wie Angina pectoris, Herzinfarkt, Herzklappenfehler, Herzschwäche oder Herzmuskelentzündungen. Aber auch eine Schilddrüsenüberfunktion, Drogen oder gewisse Medikamente können Herzrhythmusstörungen verursachen. Nicht selten findet man aber keine organische Ursache für die Herzrhythmusstörung.

Das Elektrokardiogramm (EKG) ist die wichtigste Untersuchungsmethode bei Herzrhythmusstörungen. Daraus lässt sich oft ableiten, was der Rhythmusstörung zu Grunde liegt. Wie zum Beispiel eine unkoordinierte Aktivität in der elektrischen Erregungsleitung (Vorhofflimmern), eine Überleitungsstörung vom Vorhof auf die Herzkammern (AV-Block) oder Zusatzschläge (Extrasystolen).

Die Behandlung richtet sich nach der Art und der Ursache der Herzrhythmusstörung. Die Behandlungsmöglichkeiten umfassen Medikamente (Antiarrhythmika), Operationen, Herzschrittmacher oder elektrophysiologische Verfahren. Mehr zu den verschiedenen chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten erfahren Sie im Kapitel Operationen bei Herzrhythmusstörungen.

Unterschiedliche Arten von Herzrhythmusstörungen

Sinusrhythmus

Der Sinusrhythmus bezeichnet den normalen, regelmässigen Herzschlag des Menschen. Es handelt sich dabei um eine normale Abfolge von «Zündfunken» bzw. elektrischen Impulsen, die vom körpereigenen Herzschrittmacher, dem Sinusknoten, ausgelöst werden.

Vorhofflimmern

Das Vorhofflimmern zählt zu den häufigsten Herzrhythmusstörungen. Dabei kommt es zu ungeordneten elektrischen Impulsen der Vorhöfe mit mehr als 300 Erregungen pro Minute. Aufgrund der Belastung kann das Herz seine Funktion nicht mehr richtig wahrnehmen: Es wirft weniger Blut aus, die Herzleistung nimmt ab.

Mögliche Therapien sind: Antiarrhythmika, Kardioversion oder Katheterablation. Da das Vorhofflimmern die Bildung von Blutgerinnseln fördert, was zu einem Schlaganfall führen kann, benötigen die Patienten auch Medikamente zur Blutverdünnung.

Kammerflimmern

Die Frequenz ist mit über 400 Schlägen pro Minute in den Hauptkammern dramatisch hoch: Das Herz zuckt nur noch, aber es pumpt kein Blut mehr. Dies führt zu sofortiger Bewusstlosigkeit und ohne notfallmässige Sofortmassnahmen (Herzmassage, Defibrillation und Reanimation) zum Tod.

Therapie: Die Implantation eines Kardioverters/ Defibrillators (ICD) ist erforderlich.

Kammerflattern und Kammertachykardie
(Ventrikuläre Tachykardien)

Die Hauptkammern schlagen sehr schnell, bis zu 300-mal pro Minute. In diesem Fall wird zu wenig Blut in den Kreislauf gepumpt. Auslöser ist häufig ein frischer oder auch alter Herzinfarkt oder aber eine Herzschwäche. Eine sofortige Defibrillation (Kardioversion) ist lebensrettend.

Therapie: Langfristig wird in den meisten Fällen ein Kardioverter/Defibrillator (ICD) implantiert.

Supraventrikuläre Tachykardie

Supraventrikuläre Tachykardien können mehrere Ursachen haben, z.B. Kurzschlussverbindung zwischen den Vorhöfen und den Hauptkammern, Doppelspurigkeiten in der normalen Überleitung (AV-Knoten) oder falsche Taktgeber («defekte Zündkerzen»). Das Herz schlägt zwischen 150- und 220-mal pro Minute. Zu den Symptomen zählen Herzklopfen, Herzrasen und Schwindel, selten Bewusstlosigkeit.

Therapie: Im Notfall Medikamente zur Rhythmuskontrolle, danach elektrophysiologische Untersuchung mit Katheterablation.

Extrasystolen

Bei Extrasystolen stören «Fehlzündungen», die aus den Vorhöfen oder Hauptkammern kommen können, den normalen Sinusrhythmus. Sehr häufig sind diese Extrasystolen völlig harmlos, meist auch nicht spürbar. In einigen Fällen werden Beschwerden wie Herzstolpern oder Aussetzer wahrgenommen.

Therapie: In den allermeisten Fällen ist keine Behandlung notwendig.

Vorhofflattern

Mit 220 bis 300 Umdrehungen pro Minute kreist das Vorhofflattern im rechten Vorhof. Nur jede zweite bis dritte Vorhoferregung wird auf die Hauptkammern weitergeleitet.

Mögliche Therapien sind: Medikamente zur Blutverdünnung, Antiarrhythmika, Kardioversion, Katheterablation.

Sinusrhythmus

Der Sinusrhythmus bezeichnet den normalen, regelmässigen Herzschlag des Menschen. Es handelt sich dabei um eine normale Abfolge von «Zündfunken» bzw. elektrischen Impulsen, die vom körpereigenen Herzschrittmacher, dem Sinusknoten, ausgelöst werden.

Vorhofflimmern

Das Vorhofflimmern zählt zu den häufigsten Herzrhythmusstörungen. Dabei kommt es zu ungeordneten elektrischen Impulsen der Vorhöfe mit mehr als 300 Erregungen pro Minute. Aufgrund der Belastung kann das Herz seine Funktion nicht mehr richtig wahrnehmen: Es wirft weniger Blut aus, die Herzleistung nimmt ab.

Mögliche Therapien sind: Antiarrhythmika, Kardioversion oder Katheterablation. Da das Vorhofflimmern die Bildung von Blutgerinnseln fördert, was zu einem Schlaganfall führen kann, benötigen die Patienten auch Medikamente zur Blutverdünnung.

Kammerflimmern

Die Frequenz ist mit über 400 Schlägen pro Minute in den Hauptkammern dramatisch hoch: Das Herz zuckt nur noch, aber es pumpt kein Blut mehr. Dies führt zu sofortiger Bewusstlosigkeit und ohne notfallmässige Sofortmassnahmen (Herzmassage, Defibrillation und Reanimation) zum Tod.

Therapie: Die Implantation eines Kardioverters/ Defibrillators (ICD) ist erforderlich.

Kammerflattern und Kammertachykardie (Ventrikuläre Tachykardien)

Die Hauptkammern schlagen sehr schnell, bis zu 300-mal pro Minute. In diesem Fall wird zu wenig Blut in den Kreislauf gepumpt. Auslöser ist häufig ein frischer oder auch alter Herzinfarkt oder aber eine Herzschwäche. Eine sofortige Defibrillation (Kardioversion) ist lebensrettend.

Therapie: Langfristig wird in den meisten Fällen ein Kardioverter/Defibrillator (ICD) implantiert.

Supraventrikuläre Tachykardie

Supraventrikuläre Tachykardien können mehrere Ursachen haben, z.B. Kurzschlussverbindung zwischen den Vorhöfen und den Hauptkammern, Doppelspurigkeiten in der normalen Überleitung (AV-Knoten) oder falsche Taktgeber («defekte Zündkerzen»). Das Herz schlägt zwischen 150- und 220-mal pro Minute. Zu den Symptomen zählen Herzklopfen, Herzrasen und Schwindel, selten Bewusstlosigkeit.

Therapie: Im Notfall Medikamente zur Rhythmuskontrolle, danach elektrophysiologische Untersuchung mit Katheterablation.

Extrasystolen

Bei Extrasystolen stören «Fehlzündungen», die aus den Vorhöfen oder Hauptkammern kommen können, den normalen Sinusrhythmus. Sehr häufig sind diese Extrasystolen völlig harmlos, meist auch nicht spürbar. In einigen Fällen werden Beschwerden wie Herzstolpern oder Aussetzer wahrgenommen.

Therapie: In den allermeisten Fällen ist keine Behandlung notwendig.

Vorhofflattern

Mit 220 bis 300 Umdrehungen pro Minute kreist das Vorhofflattern im rechten Vorhof. Nur jede zweite bis dritte Vorhoferregung wird auf die Hauptkammern weitergeleitet.

Mögliche Therapien sind: Medikamente zur Blutverdünnung, Antiarrhythmika, Kardioversion, Katheterablation.