Blasenkrebs

Der Blasenkrebs (Blasenkarzinom) ist eine bösartige Erkrankung der Schleimhaut der Harnblase. Männer sind davon häufiger betroffen als Frauen. Rauchen ist der wichtigste Risikofaktor. Im Frühstadium kann der Tumor in der Schleimhaut lokal entfernt werden. Bei weiter fortgeschrittener Erkrankung muss unter Umständen die gesamte Harnblase entfernt werden.

In der Schweiz erkranken etwa 1200 Menschen pro Jahr an Blasenkrebs. Rund drei Viertel davon sind Männer. Blasenkrebs tritt vor allem in höherem Alter auf. Rund 60% der Betroffenen sind zum Zeitpunkt der Diagnose über 70 Jahre alt.

Warum sich in der Schleimhaut der Blase ein Krebs entwickelt, ist nicht eindeutig geklärt. Allerdings sind einige Risikofaktoren bekannt, welche die Entstehung eines Blasenkarzinoms begünstigen können. Der wichtigste davon ist das Rauchen. Daneben sind chronische Blasenentzündungen, hoher Schmerzmittelkonsum sowie bestimmte Chemikalien, sogenannte aromatische Amine, als Risikofaktoren bekannt. Aromatische Amine kommen zum Beispiel in Farbstoffen vor.

Der Blasenkrebs macht lange Zeit nur wenig bis gar keine Beschwerden. Die Erkrankung wird daher häufig spät oder nur zufällig bei einer Blasenspiegelung oder Urinuntersuchung erkannt. Erstes und wichtigstes Anzeichen eines Harnblasenkarzinoms ist Blut im Urin. Verfärbungen des Urins sollten daher immer abgeklärt werden. In einem späteren Stadium kann der Krebs häufigen Harndrang, Brennen beim Wasserlassen oder Unterbauchschmerzen verursachen. Solche Beschwerden treten aber weitaus häufiger bei einer Blasenentzündung oder bei Blasensteinen auf als bei einem Harnblasenkrebs.

Diagnostiziert wird der Blasenkrebs mit einer Blasenspiegelung. Dabei wird ein Endoskop mit einer Kamera durch die Harnröhre in die Blase eingeführt.

Wenn der Blasenkrebs auf die Schleimhaut begrenzt und noch nicht in die Blasenwand eingewachsen ist, kann der Tumor mittels einer Blasenspiegelung entfernt werden. Bei Tumoren, welche in die Blasenwand eingewachsen sind, muss oft die gesamte Blase entfernt und mit einer Ersatzblase aus Darmgewebe ersetzt werden. Mehr zu diesem Eingriff erfahren Sie im Kapitel Blasenoperationen. Im Anschluss an die chirurgische Behandlung wird häufig noch eine Strahlentherapie und eine Chemotherapie durchgeführt.