Bauchspeicheldrüsenkrebs

Der Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) ist eine eher seltene Krebserkrankung. Die Betroffenen sind meist über 60 Jahre alt und häufiger männlich als weiblich. Ein Bauchspeicheldrüsenkrebs macht lange Zeit wenig oder nur unspezifische Beschwerden. Die Erkrankung wird daher oft erst erkannt, wenn sie bereits fortgeschritten ist. Die Behandlung richtet sich dementsprechend nach dem Stadium der Krankheit und besteht aus Chirurgie, Chemotherapie und Strahlentherapie.

Ursachen und Risikofaktoren

Die Bauchspeicheldrüse (fachsprachlich auch Pankreas genannt) gehört zu den Verdauungsorganen. Sie produziert die Verdauungssäfte für den Darm und das Hormon Insulin für die Regulation des Zuckerstoffwechsels. Das Organ liegt im Oberbauch und ist von aussen nicht tastbar.

Der Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine eher seltene Krebsart und macht etwa 3% aller Krebserkrankungen aus. Die Erkrankung betrifft vorwiegend ältere Menschen. Männer haben ein höheres Risiko als Frauen, an einem Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken. Die Betroffenen sind meist über 60 Jahre alt und häufiger männlich als weiblich. Die genauen Ursachen der Entstehung sind unbekannt.

Neben Alter und Geschlecht werden zudem folgende Risikofaktoren genannt:

  • Rauchen
  • übermässiger Alkoholkonsum
  • eine chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse
  • Übergewicht
  • familiäre Veranlagung

Beschwerden und Symptome

Der Bauchspeicheldrüsenkrebs verursacht im Frühstadium kaum oder nur unspezifische Symptome. Zudem liegt die Bauchspeicheldrüse an zentraler Lage im Oberbauch und hinter dem Magen. Ein Tumor wird daher leider oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt.

Folgende Anzeichen können u.a. für einen Bauchspeicheldrüsenkrebs sprechen:

  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsabnahme
  • Übelkeit
  • Durchfall
  • Müdigkeit

Wenn der Krebs Schmerzen verursacht, sind es meist diffuse, gürtelförmige Oberbauchschmerzen. Je nach Lage des Tumors kann es zu einer schmerzlosen Gelbsucht kommen. Die Gelbverfärbung der Haut und der Augen liefern häufig den ersten Hinweis für einen Bauchspeicheldrüsenkrebs. Meist handelt es sich dabei aber bereits um eine fortgeschrittene Erkrankung.

Diagnose von Bauchspeicheldrüsenkrebs

Zur Diagnose des Pankreaskarzinoms werden verschiedene bildgebende Verfahren eingesetzt:

Es werden also radiologische und endoskopische Untersuchungen durchgeführt.

Mit Ultraschall, Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRI) werden die Bauchspeicheldrüse und die Organe im Oberbauch dargestellt. Über eine Magendarmspiegelung können die Bauchspeicheldrüsengänge untersucht werden.

Operative und konservative Behandlung

Die primäre Behandlung des Bauchspeicheldrüsenkrebses besteht in der chirurgischen Entfernung des Tumors. Da der Bauchspeicheldrüsenkrebs oft erst in einem späten Stadium entdeckt wird, müssen neben der Bauchspeicheldrüse häufig auch der Zwölffingerdarm, die Gallenblase und ein Teil der Gallengänge entfernt werden. Mehr zu dieser Operation erfahren Sie im Kapitel Bauchspeicheldrüsenoperation.

Um die Erfolgsaussichten der Operation zu verbessern, erfolgt nach der Operation in der Regel eine zusätzliche Behandlung mit einer Chemotherapie und gelegentlich mit einer Strahlentherapie. Die Chemotherapie greift in den Stoffwechsel der Krebszellen ein und hemmt somit das Wachstum der Krebszellen oder töten diese ab. Bei der Strahlentherapie werden Atome und Moleküle in den Tumorzellen werden durch die Bestrahlung verändert (ionisiert). Auch diese Therapie kann zum Absterben der Zellen führen.

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