Schilddrüsenunterfunktion

Bei der Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) besteht ein Mangel an Schilddrüsenhormonen. Dieser Mangel führt zu verschiedenen Beschwerden wie Müdigkeit, Kälteempfindlichkeit, Verstopfung oder Muskelschwäche. Behandelt wird die Schilddrüsenunterfunktion mit der Gabe von Schilddrüsenhormonen in Form von Medikamenten.

Die Schilddrüse, die unterhalb des Kehlkopfes liegt, produziert wichtige Hormone für den Stoffwechsel des Körpers. Dazu benötigt die Schilddrüse Jod. Früher war Jodmangel die häufigste Ursache für eine Schilddrüsenunterfunktion. Der Jodmangel spielt dank der Anreicherung des Speisesalzes mit Jod allerdings schon längere Zeit keine wesentliche Rolle mehr. Heute ist am häufigsten eine chronische Schilddrüsenentzündung, die Hashimoto-Thyreoiditis, für eine Hypothyreose verantwortlich. In seltenen Fällen kann eine Schilddrüsenunterfunktion auch angeboren sein. Deshalb werden bei allen Neugeborenen die Schilddrüsenhormone bestimmt, um einen Mangel frühzeitig zu entdecken.

Eine Schilddrüsenunterfunktion entwickelt sich in der Regel langsam, über Jahre hinweg. Infolge des zunehmenden Mangels an Schilddrüsenhormonen kommt es mit der Zeit zu vielfältigen Beschwerden. Kälteempfindlichkeit, Müdigkeit, erhöhtes Schlafbedürfnis, Konzentrationsstörungen, Muskelschwäche, brüchige Haare und Nägel, Verstopfung und teigige Schwellungen an Armen, Beinen und Gesicht sind typische Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion. Bei Frauen kann es zudem zu Zyklusstörungen kommen.

Diagnostiziert wird die Schilddrüsenunterfunktion mit der Messung der Schilddrüsenhormone im Blut. Um die Ursache festzustellen werden normalerweise weitere Untersuchungen wie Ultraschall, Kontrastmittelröntgen (Szintigraphie) und eine Biopsie (Gewebeprobe) der Schilddrüse vorgenommen.

Die Behandlung der Schilddrüsenunterfunktion besteht in der Zufuhr von Schilddrüsenhormonen in Form von Medikamenten. Diese müssen in der Regel lebenslang eingenommen werden.

Zentren (2)