Lipom

Das Lipom ist ein gutartiger Fett-Tumor. Es handelt sich dabei um eine Vermehrung von Fettzellen im Unterhautfettgewebe. Im Unterschied zu dem sehr seltenen, bösartigen Verwandten, dem Liposarkom, sind Lipome relativ häufig. Man schätzt, dass etwa 2% der Menschen im Laufe des Lebens davon betroffen sind. Die Behandlung eines Lipoms ist nur notwendig, wenn dieses sehr gross ist und kosmetisch stört oder durch seine ungünstige Lage reizt.

Die Ursache von Lipomen ist bis heute nicht bekannt. Genetische Faktoren scheinen eine gewisse Rolle zu spielen. Übergewicht hingegen spielt keine Rolle bei der Entstehung von Lipomen.

Lipome treten bevorzugt in höherem Alter auf, können aber im Prinzip in jedem Alter auftreten. Am häufigsten sind sie im Unterhautfettgewebe von Nacken, Rücken, Armen, Bauch oder Oberschenkel anzutreffen. Meist ist ein Knoten unter der Haut tastbar, der gut abgrenzbar ist und mit der Haut verschoben werden kann. In seltenen Fällen kann ein Lipom auch im tiefer gelegenen Fettgewebe von Muskeln oder Organen auftreten.  Das Lipom wächst in der Regel langsam und verursacht keine Schmerzen. Die Grösse kann wenige Millimeter bis einige Zentimeter im Durchmesser betragen.

Die Diagnose eines Lipoms kann meist schon aufgrund des charakteristischen Erscheinungsbildes gestellt werden. Besteht Unsicherheit, um welche Art von Tumor es sich handelt, bringt eine Biopsie mit Untersuchung des Gewebes Klarheit. Bei tiefer gelegenen Lipomen kann gelegentlich eine Röntgenuntersuchung oder eine Computertomographie notwendig werden.

Da ein Lipom gutartig ist, muss es normalerweise nicht behandelt werden. Wenn ein Lipom kosmetisch stört, sehr gross ist oder durch seine Lage reizt (z.B. unter dem Uhrband oder dem BH-Träger), kann es chirurgisch entfernt werden. Die Entfernung erfolgt in der Regel ambulant mit einer Lokalanästhesie.