Nasenpolypen

Bei Nasenpolyen handelt es sich um gutartige Geschwülste, also Ausstülpungen der Nasenschleimhaut. Sie können die Nasenatmung behindern, nasales Sprechen, Riechstörungen und Schnarchen verursachen. Zumeist wird zuerst versucht, Nasenpolypen medikamentös zu therapieren. Wenn die medikamentöse Behandlung nicht ausreicht, können die Nasenpolypen operativ entfernt werden.

Die Ursache für die Entstehung von Nasenpolypen ist nicht bekannt. Vermutet wird ein Zusammenspiel von erblicher Veranlagung und chronischen Entzündungen der Schleimhaut in der Nase (Rhinitis) sowie in den Nasennebenhöhlen (Sinusitis). Nasenpolypen wiederum begünstigen aber auch die Entstehung von Entzündungen in der Nase. Nasenpolypen treten meist beidseitig auf und haben ihren Ursprung oft in den Nasennebenhöhlen.

Je nach Grösse und Lokalisation führen die Nasenpolypen zu unterschiedlich starken Beschwerden. Behinderte Nasenatmung, Schnarchen, nasale Stimme und Riechstörungen sind typische Beschwerden bei Nasenpolypen. Aber auch Kopfschmerzen können auftreten oder sogar Mundgeruch, weil Betroffene vermehrt durch den Mund atmen und die Mundschleimhaut dabei austrocknet. Menschen mit Nasenpolypen leiden auch häufiger an Erkältungskrankheiten, da der Sekretabfluss und die Reinigung der Nase beeinträchtigt sind.

Bei Verdacht auf Nasenpolypen wird eine Nasenspiegelung durchgeführt. Dabei kann eine Gewebeprobe entnommen werden, um einen bösartigen Tumor auszuschliessen.

Zuerst wird meist versucht, Nasenpolyen lokal mit entzündungshemmenden Nasensprays (Kortison) zu behandeln. Wenn die lokale Behandlung nicht ausreicht, können Kortison-Tabletten verabreicht werden. Besteht gleichzeitig eine Allergie, kommen zusätzlich Medikamente gegen die Allergie zum Einsatz. Wenn die medikamentöse Therapie nicht ausreicht oder bei grossen Nasenpolypen, welche die Nasenatmung schwer beeinträchtigen, kann eine chirurgische Behandlung notwendig werden. Dabei werden die Nasenpolypen bis zu ihrem Ursprung in den Nasennebenhöhlen entfernt. Die Operation erfolgt meist durch die Nase mittles minimal-invasiver Endoskopie-Technik.