Kehlkopfkrebs

Der Kehlkopfkrebs (Larynxkarzinom) ist eine bösartige Erkrankung der Schleimhaut des Kehlkopfes. Da die Stimmbänder betroffen sind, ist die Heiserkeit das Hauptsymptom bei Kehlkopfkrebs. Die chirurgische Entfernung des Tumors ist die wichtigste Behandlungsmassnahme.

Kehlkopfkrebs gehört zu den eher seltenen Tumoren. In der Schweiz erkranken etwa 270 Menschen pro Jahr an einem Kehlkopfkrebs. Männer sind viel häufiger betroffen und machen rund 85 Prozent der Krankheitsfälle aus. Der Krebs tritt vorwiegend in höherem Alter auf. Ab dem 50. Lebensjahr steigt das Risiko an Kehlkopfkrebs zu erkranken stark an. Hauptgrund für die Entstehung von Kehlkopfkrebs ist das Benzpyren, das im Zigarettenrauch enthalten ist. Zudem gelten übermässiger Alkoholkonsum und eine Infektion mit dem Warzenvirus HPV als Risikofaktoren.

Heiserkeit ist häufig das erste Symptom bei Kehlkopfkrebs. Jede Heiserkeit, die länger andauert und nicht mit einer Erkältung verbunden ist, sollte medizinisch abgeklärt werden. Husten, Schluckbeschwerden oder das Gefühl, sich dauernd räuspern zu müssen, können weitere Anzeichen für einen Kehlkopfkrebs sein.

Um einen Kehlkopfkrebs zu diagnostizieren werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt. Dazu gehört die Inspektion des Kehlkopfes mit einer Kehlkopfspiegelung. Bei Verdacht auf einen Kehlkopfkrebs wird der Kehlkopf unter Narkose endoskopisch untersucht und es werden Gewebeproben entnommen. Die Computertomographie dient dazu, die genaue Ausbreitung des Tumors zu diagnostizieren.

Eine Heilung bei Kehlkopfkrebs ist nur bei kompletter chirurgischer Entfernung des Tumors möglich. Im Allgemeinen gilt, je früher der Kehlkopfkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Bei kleinen Tumoren können die Funktionen des Kehlkopfes und damit die Stimme meistens erhalten werden. Bei grösseren oder fortgeschrittenen Tumoren musst oft der gesamte Kehlkopf entfernt werden. Eine Atmung durch den Mund oder die Nase ist dann nicht mehr möglich. Deshalb wird in solchen Fällen eine Öffnung am Hals, ein sogenanntes Tracheostoma, geschaffen. Betroffene müssen lernen, mit einer „Ersatzstimme“ ohne Stimmbänder zu sprechen.

An die operative Behandlung schliesst sich oft noch eine Strahlentherapie oder eine Chemotherapie an.